Ich habe wieder viel dazugelernt: Ich weiß jetzt was ein ETF ist und nicht nur das, ich spare jetzt Geld und lasse viele tausend Firmen mit diesem arbeiten und es hoffentlich vermehren. Du verstehst nur Bahnhof? Habe ich am Anfang auch gemacht. Also der Reihe nach:

ETFs steht für die Abkürzung Exchange Traded Funds.

Damit sind automatisch erstellte Abbildungen von unterschiedlichen Indexen gemeint. Es gibt beispielsweise ETFs auf den Deutschen Dax oder auf den US-Amerikanischen Dow Jones. Aber es gibt auch ETFs auf alle Weltaktien. Ein ETF ist damit ein börsengehandelter Fonds, der dafür konzipiert wurde über die Börse gehandelt zu werden. Ein wesentlicher Vorteil sind die Gebühren. Denn konventionelle Fonds werden sonst häufig von der Fondsgesellschaft mit einem Ausgabeaufschlag vertrieben. Im Vergleich zu Fonds entfällt bei ETFs der Ausgabeaufschlag und es werden lediglich die an den Börsenplätzen gängigen Gebühren fällig. Das spart richtig Geld. Auch bei den jährlichen Gebühren sind ETFs, weil sie ja passiv gehandelt werden, deutlich günstiger.

Schnell hat es mich überzeugt, einen ETF auf den MSCI World einzurichten. In diesem Fall auf einen, der sich auf die großen Werte in den Industrieländern spezialisiert. Ein bisschen aufwendig war es dann noch, einen ETF zu finden, der auch von meiner Depotbank geführt wird. Bei der Suche bin ich immer wieder auf einige gestossen, die dann doch einen Ausgabeaufschlag hatten und sich auch bei den Gebühren mehr wie aktiv gemanagte Fonds anfühlen. Ist da eine gewisse Taktik dahinter?

Ich habe dann bei Ishares einen gefunden, der mit 0,20% jährliche Gebühren recht günstig ist. Für den Kauf bei meiner Bank werden immer noch mal 1,5% Gebühren fällig, dafür zahle ich keine anderen Transaktionsgebühren.

An einem Abend hatte ich mich in die verschiedenen Varianten echt festgebissen. Als ich dann endlich müde ins Bett gegangen bin, wusste ich, dass ich so nicht weiterkommen würde. Am nächsten Tag habe ich dann entschieden, erstmal mit einem Sparplan für 100,- € im Monat zu beginnen und aus der Wahl des ETFs keine Wissenschaft zu machen. Habe ich mich vertan, kann ich den Sparplan immer noch stoppen und die 100 Euro bringen mich nicht um. Ich musste mir die Erlaubnis zum Fehler bewusst erteilen, sonst wäre das nie was geworden. Wichtig war für mich, dass der ETF sich physisch abbildet, also tatsächlich in die Werte investiert wird, die da auch drin sind. Und das besagte Gebühren halbwegs niedrig sind.

Also, ich spare jetzt jeden Monat 100,- € auf den MSCI World und bin sehr gespannt, wie sich das so entwickelt.

 

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Stephan

Eine sehr gute Erklärung zum Begriff ETF. Mittlerweile greifen ja doch immer mehr Menschen darauf zurück. Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklung dieses ganze Thema in Zukunft noch machen wird.

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