Trennungen sind teuer

Wenn der Prinz doch keiner mehr ist
Wenn der Prinz doch keiner mehr ist

Warum Menno zu uns gestossen ist: 

Ich hatte mit Geld lange nichts am Hut. Das habe ich alles meinen Partner machen lassen. Wir waren 18 Jahre zusammen, nach 12 Jahren Partnerschaft kam tatsächlich noch unser ersehntes Kind überraschend auf die Welt. Trotzdem ging die Partnerschaft nach 18 Jahren in die Brüche. Mein Partner hatte eine Geliebte, die Vertrauensbrüche waren für mich zu groß. 

Erst kurz vor der Trennung wurde mir bewusst, dass unsere Regelungen oder auch Nicht-Regelungen in Sachen Finanzen für mich teuer werden würden. Wir hatten nie geheiratet, entsprechend würden gesetzliche Regelungen nicht greifen. Und wir hatten vor 12 Jahren ein altes Haus gekauft. Oder besser, er hatte damals den relativ niedrigen Kredit für das alte Haus aufgenommen und dieses auch auf seinen Namen gekauft. Ich hatte an ihn eine kleine Miete gezahlt und habe, genauso wie er, alles überschüssige Geld in unser Haus gesteckt. Als die Trennung in Sichtweite kam, wurde mir klar, dass die teure Küche und das sanierte Bad – beides Investitionen, die ich getätigt hatte – im Haus verbleiben müssten. Und es wahrscheinlich sehr schwierig werden würde, dafür nochmals Geld zu sehen. 

Verträge sind dafür da, dass man sich verträgt

Ich, die ich sonst oft andere Frauen geschult hatte und für Verträge geraten hatte, hatte mich bei dem Thema Finanzen weggeduckt. Es war zu spät, um mit meinem Partner in schwierigen emotionalen Verhältnissen über einen finanziellen Ausgleich zu reden. Das hätte ich deutlich früher machen müssen. Ich war auch zu stolz, um zu betteln. Also stand ich knapp über der 50 nochmal vor dem Nichts. Also nicht ganz, ich hatte einen Job, der auch ganz gut bezahlt ist. Aber eben keine Rücklagen, nicht mal ein Notgroschen um die Kaution für eine neue Mietwohnung zu bezahlen. Nachdem ich mir Kaution und ein wenig Geld für neue Einrichtungsgegenstände von Freunden zusammengeliehen hatte, war mir klar, ich muss mich mehr um meine eigenen Finanzen kümmern. Kein einfacher Weg in so hohem Alter. Und mit vielen Mustern in meinem Kopf, die mir immer wieder zuflüstern, dass ich dafür nicht zuständig bin. Dennoch will ich mich auf diesen Weg machen und bin froh, dass ich hier in der Runde der Geldgespräche ein paar Frauen gefunden habe, mit denen ich mich zu meinen Themen austauschen kann. Gerne lasse ich Euch da draussen an meinen Erfahrungen ein bisschen teilhaben. 

Viel Spaß beim weiteren Lesen

Menno

PS. Ich freu mich riesig über Kommentare! 

 

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