Steuernachzahlung, jetzt bin ich tot

Letzte Woche habe ich Post vom Finanzamt bekommen. Nun ist alles zu Ende. Nichts mehr mit Vermögensplanung, nichts mehr mit Freiberuflichkeit. Ich muss mir dringend eine Stelle suchen und Geld verdienen!!! Richtiges, regelmässiges Geld. 

Mein gesamtes Erspartes wird durch die Steuernachzahlung aufgebraucht sein. Und auch die nächste Honorarzahlung geht komplett für diese Steuernachzahlung drauf. Ich fang wieder bei Null an. 

So war meine Notsituation, mit der ich mich zu unserer Geldrunde aufgemacht habe. Gut, Menschen zu haben, mit denen man über solch eine Notsituation reden kann. IchDSC_0073 habe dann mit meiner Notsituation auch gleich den ganzen Abend in Anspruch genommen. Folgende Lösungen haben wir gemeinsam erarbeitet: 

Ich brauche leider immer noch zu viel Geld im Monat. Auch mit regelmässigen Gehaltszahlungen würde dies nicht besser werden. Immerhin zahlen Arbeitgeber ja auch nicht astronomische Gehälter. Der Wunsch nach einer Stelle ist zwar verständlich, löst aber mein Problem nicht. 

In Ansätzen machen wir einen Kassensturz. Versicherungen werde ich mir nochmal genauer anschauen müssen, auch so Dinge, wie Essen gehen und Kleinigkeiten kaufen, brauchen möglicherweise noch mal einen genaueren Blick, denn ich weiß gar nicht, wieviel ich da ausgebe. Aber wenn alle laufenden Ausgaben abgezogen sind, sind bei mir auch von freiberuflichen Einnahmen etwa 1.000,- € pro Monat übrig. Die sind am Ende des Monats weg. Es braucht da mal ein virtuelles Kassenbuch, um genau zu schauen, was ich da ausgebe. 

So einfach und doch so kompliziert: Bei jeder bezahlten Rechnung von Kunden gilt es die Steuer gleich auf ein gesondertes Konto zu zahlen. Ich hab mir da selbst was vorgemacht. Gerne wollte ich endlich was für meine Altersvorsorge zur Seite legen. Dies habe ich aber auf demselben Konto getan, wie eben die Steuer. Dazu habe ich die Umsatzsteuer genau beiseite gelegt, die Einkommenssteuer aber zu knapp berechnet. Da hat sich dann immer ein gutes Gefühl eingestellt und ich dachte, damit tue ich auch gleich was für die Altersvorsorge. Ja, das war dumm. Aber mehr ging in dem Augenblick wirklich nicht. Für die Zukunft wird es zwei extra Konten brauchen. Eins, auf das die Steuer geht und eins, auf die dann nochmal 10% jeder Rechnung für die Altersvorsorge geht. Ich glaube nicht, dass ich dann noch leben kann, aber die anderen haben mir Mut gemacht, das trotzdem mal auszuprobieren. 

Die anderen sind ja bei Geldanlagen schon viel weiter und haben dann im nächsten Schritt schon weitergesponnen. Ich solle das Geld für die Altersvorsorge gleich immer in ETFs anlegen. Um es nicht für andere Dinge zu nutzen und um das Geld gleich sinnvoll anzulegen. So weit bin ich jetzt gerade noch nicht, aber ich werde mich mal mit den anderen schlau machen, wie das gehen könnte. 

 

 

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