„Reiche Menschen sind Verbrecher“ – Teil 2

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Wie man Glaubenssätze auflösen oder abschwächen kann

In meinem letzten Beitrag habe ich beschrieben, wie Du Deine Glaubenssätze in Bezug auf Geld identifizieren kannst. Du hast auch schon die zieldienlichen und weniger zieldienlichen Aspekte Deiner „Wahrheiten“ aufgeschrieben. Veränderung lohnt sich nur für die weniger zieldienlichen Aspekte. Ich möchte das an dem Beispiel der Überschrift nochmal deutlich machen:

Reiche Menschen sind Verbrecher – was ist daran zieldienlich für das eigene Leben? Nicht viel, es wird ein Glaubenskonstrukt bedient, dass Menschen in gute und schlechte Menschen einteilt. Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit wird dabei als großer Wert betont, diese Werte können natürlich sehr sinnig sein.

Was ist daran weniger zieldienlich, wiederum nicht für die gesamte Welt, sondern das eigene Leben?

Es hält einen davon ab, reich zu werden. Denn man wäre man ja gleich ein Verbrecher.

Da unser Unterbewusstsein in der Regel gut und gründlich arbeitet, wird es diese „Notbremse“ nicht erst bei einigen Millionen auf dem Konto ziehen, sondern wahrscheinlich bereits bei einigen tausend Euro. Oder sogar noch früher. Lieber das Geld schnell ausgeben, als nachher noch in die Verbrecherkategorie einsortiert zu werden.

In Anlehnung an Byron Katie kann man diesen Glaubenssatz nur vielfältig hinterfragen:

Schreibe den Satz auf.

Dann stelle Dir die Frage: Ist das wirklich wahr?

Kann ich wirklich immer und zu 100% sagen, dass er wahr ist?

Was fühle ich, wenn ich an den Satz glaube?
Wie würde ich mich fühlen, wenn ich den Glauben nicht mehr hätte?

Wie würden sich mögliche wichtige Beziehungen (Eltern, Partner etc.) verändern, wenn ich den Satz nicht mehr glauben würde?

Was wäre möglich, wenn ich den Satz nicht mehr glauben würde?

 

Nun drehe den Satz in vielfältiger Weise um und schau, bei welchen Umdrehungsformen neue Erkenntnisse, Gefühle und Gedanken hochkommen. In diesem Beispiel könnte das wie folgte aussehen:

  • Ich bin ein reicher Mensch
  • Reiche Menschen sind gute Menschen
  • Arme Menschen sind Verbrecher
  • Ich bin ein Verbrecher

Einige wirst Du vielleicht gleich verwerfen, bei anderen wirst Du ein Gefühl entwickeln von, stimmt, dass könnte ich ja vielleicht auch gelten lassen. Schau einfach und ganz wichtig, fühle in Dich rein.

Ein neuer Glaubenssatz

Aus diesen starren Umdrehungsbeispielen ergibt sich manchmal schon ein erster neuer Glaubenssatz. Oder es findet sich ein ganz neuer. Diesen darfst Du Dir beliebig aufschreiben, Du kannst ihn mit schönen Gedanken auffüllen oder ihn einfach immer wieder im Kopf wiederholen. Es braucht in der Regel eine Weile, bis sich dieser neue Satz im Gehirn etablieren darf. Besonders im Unterbewusstsein. Aber allein der kleine Kampf zwischen Altem und Neuen macht Dir immer wieder bewusst, dass es hier was zu Entscheiden gibt. Und diese Entscheidung darfst Du ganz bewusst selbst fällen.

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