So, nun ist der September rum und ich habe einen Monat versucht, positive Geldgedanken in mein Leben zu lassen. Das ist gar nicht so einfach! Am schwierigsten fand ich, besonders in “schwachen” Momenten, die negativen Gedanken wegzudrücken. Um nicht zu sagen, das ging erst gar nicht. Ich habe es mit vielen positiven Sätzen versucht, aber irgendwie kam aus meinem Unterbewusstsein immer so eine nagende Stimme, die meinte: “Du weißt aber schon, dass Du Dir gerade nur was vormachst, oder?”. Es brauchte weitergehende Strategien. Hier mal meine Schritte, mit denen es so langsam geht.

Affirmationen und andere Glaubenssätze

Das liegt ja fast auf der Hand. Ich brauche andere Gedanken zum Thema Geld. Die für mich wichtigsten hatten immer auch mit meinem Wert als Person zu tun. Und mit Erlaubnis. Ich habe also meine Wohnung dekoriert mit folgenden Sprüchen:

Ich darf reich werden! Ich bin es wert, ein reicher Mensch zu sein! Mit jedem Tag füllt sich mein Konto mehr! Ich lass in jeder Form Fülle in mein Leben, auch in meinem Portemonnaie! Ich bin es wert!!!! 

Für den ersten Schritt war das gut, immer wieder solche Gedanken zu lesen. In der ersten Woche habe ich mich oft an diese positiven Sprüche erinnert gefühlt. Dann hatte ich mich aber irgendwann daran gewöhnt. Dann ging es nicht mehr so gut.

Ist es wahr – die Arbeit mit Byron Katie

Dann hatte ich ein Coaching mit Gisela und sie brachte mir die vier Fragen von the Work von Byron Katie bei. Sehr genial. Die Fragen sind recht simpel. Ich musste einen Gedanken von mir nennen. Nehmen wir hier als Beispiel den Satz: Das Geld wird wieder nicht bis zum Monatsende reichen.

  1. Frage: Ist das wahr?

Na ja, es sieht so aus. Ich habe einfach noch nicht genügend Aufträge. 

2. Frage: Kannst Du Dir zu 100% sicher sein, dass es wahr ist?

Nein, das auch wieder nicht. Es können ja noch Aufträge kommen. Wir haben gerade mal den 7. September. Ich könnte auch noch ein paar Kunden anschreiben oder einige andere Kontakte fragen.

3. Frage: Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?

Ich bin total angespannt, fühle mich wertlos und mache mir Panikgedanken. An wirklich kreative Arbeit ist in diesem Zustand nicht wirklich zu denken. 

4. Frage: Wer wärest du ohne den Gedanken?

Ich wäre viel gelassener. Ich wäre auch nicht so gelähmt. Eigentlich nimmt mir der Gedanke total viel Energie. Ich könnte zuversichtlich an meine Arbeit gehen und die Dinge, die ich gerade mache, gut umsetzen. 

Nun kommt noch ein Arbeitsschritt: Die Umkehrung

Dreh den Gedanken mal vielfältig um und schau, wie Du auf die neuen Sätze reagierst.

Das Geld wird bis zum Monatsende reichen – Nun, da werde ich natürlich viel gelassener. Auch wenn ich weiß, dass ich dafür ein bisschen was tun muss.

Ich werde bis zum Monatsende reich – Sehr schöner Gedanke, ich musste an ein kleines Wunder denken, aber es kam spontan erstmal Freude auf.

Das Monatsende ist noch 23 Tage hin, viel Zeit zum Handeln – Da finde ich, ist super viel dran. Es motiviert, Schritte anzugehen.

Das Geld wird, wie bisher in den meisten Monaten, bis zum Ende reichen – Da musste ich stutzen. Es stimmt, ich habe mit dem wieder noch eine weitere Abwertung eingebaut, die ja gar nicht stimmt. Meistens komme ich ja gut zurecht.

Meine Energie wird bis zum Monatsende reichen – Auch ein guter Gedankensatz. Es steckt sogar viel dahinter. Ich bin mir da tatsächlich nicht so sicher, aber ich komme damit gleich zu meinem nächsten Gedanken:

Ich werde auf mich achten, damit meine Energie bis zum Monatsende reicht – diesen Gedankengang fand ich toll. Der nimmt mir viel Angst.

Diese neuen Sätze habe ich zum einen aufgeschrieben, aber ich muss mich eigentlich nur daran erinnern, dass ich anders denken kann, wenn der ursprüngliche Satz wieder in meinem Kopf auftaucht.

Mit dieser Methode habe ich erstmal alle negativen Gedanken, die aufkamen, analysiert und auseinandergenommen. Manchmal hat es gereicht, gerade wenn ich unterwegs war, einfach nur die Frage zu stellen: Kannst Du Dir zu 100% sicher sein, dass er stimmt. Ganz viele stimmen nicht, damit konnte ich schon was anderes denken. Wenn ich sie doch eher bejahen musste, habe ich mich zuhause hingesetzt und die weiteren Fragen beantwortet. Das hilft selbst bei denen. Denn man kann trotzdem was anders dazu denken.

In meinem letzten Coaching vor drei Tagen habe ich noch eine weitere supergute Übung gelernt. Ich will aber erst noch ausprobieren, ob sie auch länger wirkt. Deshalb beschreibe ich Euch die erst in meinem nächsten Beitrag.

 

 

 

 

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Lothar

Ich habe als Coach sehr gute Erfahrungen mit “The Work” gemacht. Wie der Name schon sagt ist es Arbeit, Aber Arbeit, die sich lohnt. Gedanken sind interessanterweise etwas, dass wir selber beeinflussen können (im Gegensatz z.B. zu Aktienkursen). Ein altes indianisches Sprichwort macht die Wirkung deutlich:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten.
Achte auf deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird zu deinem Schicksal.

Herzliche Grüße
Lothar Finanz-Coach

Marie

Hi Sabine,
super Arbeit, mach weiter so! Hab ich auch schon vieles durch davon und bin bereits im 5-stelligen Bereich, wie du weißt! Eigentlich macht man sich ja nur immer selbst verrückt 😉

Bianca

Generell finde ich, dass der positive Gedankenansatz immer der Beste ist! Aber vor allem auch beim lieben Geld funktioniert er gut und meine Erfahrung ist, dass dann sogar das Sparen leichter fällt 🙂

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