Mein Leben war bisher nicht schlimm

monika-reich-lebensgeschichteImmer wieder lese ich Diskussionen zu meinem Buch „Finanziell frei“ in allen möglichen sozialen Medien. Natürlich freue ich mich darüber. Es macht schon stolz, wenn sich andere über das eigene Buch und – weil es ein Erfahrungsbericht ist – das eigene Leben unterhalten. Was mich aber stutzig macht, ist die immer mal wieder zu hörende Aussage: „Aber so ein Leben würde ich nicht leben wollen!“. Das tut schon weh. Und darauf will ich gerne ein bisschen näher eingehen:

Soweit ich das sehe, wird hier auf die Einschränkungen abgestellt, die mein Leben gehabt haben soll. Ja, ich habe sparsame Lebensphasen erlebt. Allerdings habe ich dies nie als eine Beschränkung meines Lebens erlebt, sondern eher als Lebensqualität. Ich war sparsam aus mehreren Gründen:

1. Ich komme aus einem sparsamen und wertebetonten Elternhaus
Meine Eltern sind Kriegskinder und für sie war Sicherheit immer ein hoher Wert. Deshalb haben sie gespart. Trotzdem waren wir die einzigste Familie in meinem Freundeskreis, die in den 80er Jahren gleich zweimal in den USA waren, mit 5 Personen und immer gleich die ganzen Sommerferien. Wir waren die Familie, in der alle Kinder ein Instrument lernen durften (oder sollte ich mussten schreiben?), natürlich in Einzelunterricht. Dagegen habe ich auf Granit gebissen, wenn ich Markenklamotten wollte. Wir sind manchmal essen gegangen, haben aber sonst auch viel zu Hause und aus dem Garten heraus gegessen. Inklusive Resteessen, damit hatte keiner ein Problem.
Soviel erstmal zu meinem Elternhaus. Das nehmen wir ja zunächst als Normalität war, mag es noch so schräg sein. Erst in der Pubertät und später fangen wir an Dinge in Frage zu stellen. Eine wesentliche Änderung hat meine Leidenschaft für Umweltschutz mit sich gebracht, die war in der Summe aber auch wieder sparsam.

2. Ökologisches Leben hat mich sparsam gemacht
Gerade in meiner Sturm und Drang-Zeit war ich Öko, in der Gesetztheit einer fast 50jährigen bin ich es auch heute noch, nur nicht mehr so radikal. Das hat zu kleinen Kostensteigerungen geführt, ich hatte als Jugendliche viele Auseinandersetzungen mit meinen Eltern, was Lebensmittel angeht. Ich wollte bio! Das halte ich auch heute noch bei, wenn auch mit logistischen Einschränkungen. (Unser Bioladen ist einfach relativ weit weg). Das ist teurer, damit habe ich in der Regel kein Problem. Ich geh auch nicht so gerne beim Discounter einkaufen. Wenn ich sparen will, dann kaufe ich auf dem Markt. Und achte auf saisonale Lebensmittel, die einem dann günstig angeboten werden.

Vieles andere ist bei einem kritischen Konsum, weil frau weiß, wie Produkte so hergestellt werden und was sie für Auswirkungen auf die Umwelt haben, viel, viel billiger:
Da ist der Verzicht auf ein Auto, ich sage Euch, das spart immense Kosten. Ja und daran hing bei jeder Wohnortentscheidung auch die Frage, kann ich dort gut ohne Auto leben?
Reden wir von Wohnortentscheidungen. Oder besser, der Wahl der Wohnung. Wie lebe ich gut, wie viel Fläche brauche ich, wie wird diese beheizt und, und, und. Wieder ökologische Fragen, natürlich verbunden mit Lifestyle-entscheidungen. Ich habe immer ein bisschen kleiner gewohnt, als es mein finanzieller Rahmen ermöglicht hätte. Aus ökologischen Gründen, sicherlich verbunden mit einer gewissen Genügsamkeit. Warum soll ich in drei Zimmern wohnen, wenn zwei völlig ausreichen? Warum soll ich heute in einem großen Einfamilienhaus residieren, wenn ein kleines Reihenhaus völlig ausreichend ist? Ja, ersteres ließe sich locker finanzieren, aber ich brauche es nicht!
Wenige Fernreisen schont auch den Geldbeutel, meine Motivation war aber der Klimaschutz. Ich war noch nie in Australien, um nicht zu sagen, ich kenne die gesamte südliche Erdkugel nicht. Und auch auf der nördlichen Erdkugel habe ich längst nicht soviel gesehen, wie viele meiner Freunde. Stattdessen erinnere ich mich an tolle Radtouren durch Polen, Wanderungen durch die sächsische Schweiz und Winterurlaube an der Ostsee. Ich mag es leer im Urlaub, da muss man schon ein bisschen antizyklisch reisen. Das ist dann im Ergebnis auch billiger, aber das war und ist nur ein Effekt am Rande.
Kommen wir zum kritischen Alltagskonsum: In unserer Welt werden unzählige Dinge hergestellt, die viel Wasser und anderer Ressourcen in der Produktion benötigen und die wir nur allzu schnell wieder wegschmeissen. Dies im Blick war ich immer eine kritische Konsumentin. Ich habe mich aufgrund dieser Bedenken immer gefragt, was ich wirklich im Leben brauche. Das waren dann zwar hier und da wirklich teure Sachen, die gut gearbeitet sind und lange halten. Aber in der Summe waren es eben auch sehr viele Dinge nicht. Im Ergebnis war ich auch hier sparsam.

Will sagen, ich war selten bewusst sparsam nur der Sparsamkeit willen. Sondern es gab da noch einen anderen Grund für eine bewussten Konsum. Wobei bei mir tatsächlich keine Konsumgedankenschleife anläuft, wenn zu viel Geld auf dem Konto ist. Ich gehe also nicht in einen Suchprozess, für was ich dieses Geld jetzt ausgeben könnte, stattdessen freue ich mich, dass ich das Geld wieder investieren kann. Und bei allen Konsumentscheidungen frage ich automatisch, ist es das wert? Das würde ich auch sparsam nennen, aber nicht als eine Einschränkung irgendeiner Lebensqualität.

3. Meine Investments in mich haben sich immer ausgezahlt
In einem Bereich war ich nie besonders sparsam. In Investitionen in mich selbst. Meistens Weiterbildungen. Immer verbunden mit dem Blick, wie kann ich das erlernte Wissen wieder selbst gut einbringen. In der Summe habe ich mit dem neuen Wissen immer wieder neue Einnahmequellen geschaffen, also das Investment in mich aktiv genutzt. Ich schätze dies sehr. Von daher war hier eigentlich nie Sparsamkeit angesagt, aber es hat trotzdem zum Reichtum beigetragen.

4. Bin ich geizig?
Tatsächlich kann ich auf die Frage: Für was ich gerne Geld ausgebe, spontan nicht antworten. Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass ich mir diese Frage nie stelle. Ich wüsste auch nicht, wozu ich beispielsweise bei einer Überweisung Freude empfinden sollte. Natürlich bin ich in der Lage, den Energieaustausch, der mit Zahlungen einhergeht, für mich zu übersetzen. Gerade habe ich eine hohe Rechnung meiner Heilpraktikerin bezahlt. Das tue ich gerne, sie hat gute Arbeit geleistet und ich bedanke mich mit der Zahlung gerne. Zugegeben, dass war früher (also in der Sparphase und selbst noch angestellt) ein bisschen schwieriger. Seitdem ich selber Rechnungen schreibe, kenne ich die Welt auch von der anderen Seite. Ich bezahle Rechnungen ungefähr so gerne, wie ich Rechnungen schreibe. Sie manifestieren einen gegenseitigen Energieaustausch und dafür sind sie sehr gut. Wir haben kein vergleichbares Mittel, was sich so pauschal einsetzen lässt. Aber ob ich gerne Geld ausgebe? So wie ich gerne Erdbeerkuchen esse? Nee, ich behalte Geld schon auch gerne!

Warum ich Dich für mein Leben begeistern will? Weil ich glaube, dass damit die Welt ein bisschen besser wird. Würden alle weniger konsumieren, dann hätten wir weniger Müllberge im Meer. Würden alle weniger konsumieren, würden die endlichen Ressourcen der Erde länger halten und wir müssten sie nicht super brutal abbauen. Würden alle weniger Auto fahren und weniger fliegen, würde die Klimakatastrophe wenigstens etwas verlangsamt werden. Und würden alle Menschen so sparsam leben und sich weiterbilden, um das Geld klug zu investieren, dann würden sich viele Menschen ein Grundeinkommen schaffen und müssten nicht irgendwelchen Quatsch produzieren, den wir nachher nicht mehr konsumieren wollen. Ist doch ein Deal, oder? Ganz davon zu schweigen, dass Menschen dann weniger arbeiten müssten und stattdessen suchen dürften nach den Tätigkeiten, denen sie leidenschaftlich nachgehen wollen und die in irgendeiner Form vielleicht sogar einen Nutzen für unser Zusammenleben bringen.

Ich freu mich, wenn ich mit diesem Text nochmal mehr ein paar Anregungen geben konnte, warum mein Leben in jeder Lebensphase bisher so viel Sinn gemacht hat und nur relativ wenig auf die finanzielle Freiheit fokussiert war. Trotzdem hat es geklappt, vielleicht gerade weil ich es nicht besonders verbissen angegangen bin. Sollte in meinem Buch dieser verbissene Eindruck entstanden sein, nehme ich diese Kritik mit und schaue, was ich bei der nächsten Auflage umschreiben muss, um dies deutlicher zu machen.

7 Kommentare

  1. Ich wurde Mitte der 60er Jahre geboren und das, was du von deiner Kindheit berichtest, kenne ich so auch. Beim Kochen wurde geplant und aufgebraucht, meine Mutter hat viel Kleidung genäht, ich habe von ihr nähen gelernt. Als Teenie war das die Möglichkeit Kleidung nach Wunsch zu haben, heute repariere ich nur noch Sachen, da bin ich aber froh, sowas ggf selbst zu machen.

    Wir haben eingekocht, Marmelade gemacht und so gut wie immer selbst gekocht. Pizzaservice gab es auch nicht.

    Mein Taschengeld war bescheiden, wie das meiner Freundinnen aber auch, ich habe es aber früh durch Schülerjobs gut aufgestockt und war dadurch dann eher wohlsituiert für das Alter. Ich habe irgendwann zum Beispiel nicht mehr nach Taschengelderhöhung gefragt, weil das sowieso nur ein kleiner Teil meiner Einnahmen war.

    So habe ich relativ früh mein eigenes Geld verwaltet und eingeteilt. Damals habe ich gelernt zu überlegen, für welche Dinge ich bereit war xy Stunden zu arbeiten. So war mir ein Hamburgermahl zb keine Stunde Arbeit wert…

  2. Hallo Monika,
    Der Kommentar sollte aber nicht DIR weh tun. Die Personen die diesen Satz sagen, können sehr wohl so leben, sie möchten es aber nicht.
    Und meiner Erfahrung nach sind sie eifersüchtig darauf, dass du dein Leben so gestaltet hast wie es dir gefällt weil du eben nicht ein Konsum-Clown warst.
    Wir Menschen vergleichen uns ja zwangsläufig miteinander. Und ich gehe davon aus, dass sie 1. von deinen Leistungen eingeschüchtert sind und 2. dieser Satz der Weg ist sich nicht damit beschäftigen zu müssen das man das selber erreichen kann.
    Denn was ja auch Jim Collins schon sagt – der Weg zur Finanziellen Freiheit ist einfach, aber nicht leicht!

    Etwas ähnliches hat übrigens eine Freundin von mir berichtet. Ihr wird immer gesagt „Oh, hast du es gut!“. Dabei hat sie die ganze Arbeit rein gesteckt und gespart etc.

    Ich bin zwar erst viel später geboren, aber meine Eltern haben mich ähnlich erzogen. Und darüber bin ich echt froh. Es ist mir in der Pubertät zwar sehr schwer gefallen, aber heutzutage bin ich dankbar.

    Liebe Grüße
    Ms. Maxi

  3. Hallo Monika,

    ich finde es toll, was du geschafft hast und ich bin auch nicht neidisch. Im Gegenteil ich bewundere das schon irgendwie.

    Für mich selbst habe schaffe ich das trotzdem nicht, weil es sich für mich nach zuviel Verzicht anfühlt und als allein erziehende Mutter die viel arbeitet will ich vielleicht auch mein schlechtes Gewissen kompensieren wenn ich nicht dauernd zu allem nein sage. Ich glaube das grundsätzlich für Eltern insbesondere für allein erziehende die so wie ich keinen Unterhalt bekommen, schwieriger ist so viel zu sparen und auch ein hohes Einkommen zu erzielen. Zeit ist halt leider begrenzt und man steht immer ein bisschen zwischen allen Stühlen. Ich will aber hier nicht jammern, denn mein Kind ist etwas das jeden Cent und jede Minute wert war und ist und dass ich niemals missen möchte. Aber es kostet eben ein Kind zu ernähren und auszubilden und ich bin überzeugt, dass dies auch ein wichtiger Beitrag zur Gesellschaft ist. Auch wenn die/der ein oder andere dann auch mal auf Hilfe angewiesen ist. Meine noch nicht optimale finanzielle Situation ist wohl auch der Tatsache geschuldet, das ich in meinem Leben viel riskiert habe (Arbeiten im Ausland, selbstständig und gescheitert, dann gleich wieder selbstständig) und das alle wie gesagt mit Kind. Meine jetzige Selbstständigkeit läuft zwar gut aber es wird noch eine Weile dauern, bis ich davon wirklich signifikante Rücklagen bilden kann. Ich fange jetzt halt schon mit kleinen Beträgen an und steigere diese sobald es geht. Aber es wäre für mich definitiv keine Option wie die sogenannten Frugalisten zu leben und mir alles zu verkneifen nur um dann in ein paar Jahren auf dem Niveau finanziell frei zu sein. Das gebe ich zu, bin ich nicht bereit zu tun. Aber das ist meine ganz persönliche Einstellung und an meinen Glaubenssätzen arbeite ich auch noch.
    Liebe Grüße
    Elke

  4. Warum tut es dir weh wenn jemand sein Leben nicht so leben möchte wie du?

    Ich führe auch ein eher minimalistisches Leben. Das ist OK. Für andere Menschen ist das gar nichts – und das ist auch völlig OK.

    Menschen sind verschieden. Und da gibt es nicht unbedingt ein besser oder schlechter, nur anders.
    Von daher sehe ich weder einen Grund so zu leben wie andere Menschen es wollen, noch andere Menschen zu überzeugen wie ich zu leben – und dann verletzt zu sein wenn sie das nicht wollen.

  5. Hallo Monika,
    ich befürchte, dass du mit deinen rationalen Argumenten nur sehr wenige von der Umsetzung deines frugalen Modell überzeugen wirst. Mehr Wirkung kann man nur erzielen, wenn man mehr die Emotionen anspricht. Spätere Finanzielle Freiheit ist vielleicht bei denen wirksam, die einen miesen Job haben. Aber heute versuchen immer mehr Arbeitgeber, gerade ihre Jungen Mitarbeiter mit „Inspiring Working Conditions“ bei Laune zu halten. Erst viel später zieht das Argument vielleicht mehr. Dann ist es aber zum harten Sparen meist zu spät.

    Aber wie wäre es mit dem allmählich zunehmenden Reichtum, Macht und Einfluss über andere, den man mit wachsendem Vermögen gewinnt? Das ist doch richtig sexy. Außerdem kann man sich durch die gesparte Konsum-Zeit intensiver um wirklich ertragreichere Anlagestrategien kümmern und mit weit überdurchschnittlichem Ertrag noch schneller reicher werden.

    Wenn einem das gelingt, erkennt man z.B., dass man seinen Mehrertrag aus dem irrationalen Verhalten der meisten anderen Marktteilnehmer und gleichgeschalteten Konsummenten abschöpft. Wenn einem das bewusst wird, betrachtet man alle willenlos konsumierenden Herdentiere eher mitleidig und freut sich bei jeder dummen Bemerkung insgeheim darüber, dass die alle für mich sorgen, dass die wertvollen unkorrelierten Alpha-Ertragspotenziale zuverlãssig aufrecht erhalten bleiben, um sie selber noch lange ausbeuten zu können. Hier findest du weitere emotionalisierende Hinweise und vielleicht interessante Abhängigkeiten:
    https://freiheitsmaschine.com/2018/06/09/gerd-kommer-zum-thema-finanzielle-freiheit/#comment-1827

    Damit gelingen einem dann nach eigener Erfahrung als anfangs sehr Introvertiertem zunehmend erstaunlich schlagfertige Erwiederungen, die einem enorme Aufmerksamkeit verschaffen, wenn sie entsprechend als wohlmeindende Tipps verpackt werden. Denn das schafft sehr schnell Emotionen der Begehrlichkeit.

  6. Hallo Monika,

    ich bin doch sehr überrascht, dass Dir „so etwas weh tut“. Du legst Dein komplettes Leben offen und bietest damit unglaublich viel Angriffsfläche für andere Ansichten. Toleranz wiederum sollte jedem seine Einstellung zugestehen, Öko hin oder her.

    Ich meine mich erinnern zu können, dass Du von Deinem Vater 80.000 € als EK-Zuschuss für Dein MFH erhalten hast. Insofern hattest Du Voraussetzungen, die nicht jeder hat. Hättest Du den gewählten Weg auch ohne gehen können? Das finde ich schwierig, weil Du aus meiner Sicht nur mit Hilfe diesen Weg gegangen bist. Warum soll man Hilfe/Schenkungen/Erbschaften ablehnen? Gibt aus meiner Sicht keinen Grund, aber zeigt doch nur, wie individuell selbst Finanzen sind. Es gibt nicht eine Lösung für alle, weil die Ausgangssituationen verschieden sind.
    Außerdem arbeitest Du nach meinem Verständnis noch ab und an und es ist nicht leicht zu erkennen, ob Du das Geld nun brauchst oder nicht. Dein Leben scheint mir gut planbar zu sein, was vieles hinsichtlich der finanziellen Entwicklungen erleichtert. Auch dies sind Einschränkungen, denen ich mich nicht unterwerfen wollen würde.

    Aber ich bspw. lege viel wert auf Erlebnisse, also für mich ist es ok, nach Kanada zu fliegen um Ski zu fahren. Oder aus Spaß ein Auto zu fahren, obwohl der Spritverbrauch über 25l/100km beträgt. Und kost Benzin auch 3 Mark 10, #$§’%-egal es wird schon gehen… (Markus).

    Dein Weg zur finanziellen Freiheit wäre auch nicht meiner, was aber an der finanziellen Freiheit als Ziel nichts ändert, nur an der Ambition. Herr Bäte von der Allianz wird zitiert mit dem Satz, „Flieg Business-Class oder es machen Deine Kinder“. Mein oberstes Gebot ist zwar die Wirtschaftlichkeit, aber für mich heißt das bspw. einen günstigen Urlaub zu finden, aber wenn ein extra Sitz für mein kleines Kind 150 € extra kostet oder mehr Beinfreiheit auf der Langstrecke 250 €, dann ist es mir das wert und ich denke nicht darüber nach. Ich kaufe keinen Neuwagen, aber ein Jahreswagen mit (fast) Vollausstattung inkl. technischer Spielereien will ich haben. Es gab Zeiten, da habe ich 80h/Woche gearbeitet, aber es hat Spaß gemacht und im Schnitt bis 67 tippe ich auf unter 25. Würden das alle so machen? Wahrscheinlich nicht. Und von denen die es machen wollen, wer zieht es so durch? Mein Weg; einiges würde ich wieder so machen, aber garantiert nicht alles.

    Insofern bin ich für Dich wahrscheinlich ein Verschwender, aber auch ich leiste mir in meinem Rahmen nicht alles und schaue auf die Kosten. Aber eines ist mir völlig egal, was andere darüber denken. Jeder soll sein Leben auf die Art und weise leben, wie er will und glaubt, damit glücklich zu werden. Ich mache das auch und nur ich werte es jetzt und am Ende, hoffentlich habe ich es bis zum Maximum ausgekostet. Ob jemand das nicht nachvollziehen kann oder sogar neidisch ist, sein Problem. Neid kennen nur die, die nicht hart genug gearbeitet haben! (unbekannt)
    Rechtfertigen werde ich mich dafür nie, und Du musst/ solltest das auch nicht. Sonst erweckt es nur den Eindruck, Du hättest den Weg doch nicht so ganz freiwillig gewählt. (Ist das der Fall?) Nur weil es Deine Eltern so gemacht haben? Na und, kein Grund! Das viele nicht mehr leisten als die eigenen Eltern hängt viel damit zusammen, dass der gleiche/ein ähnlicher Weg gewählt wird. Ist das gut? Nicht immer, zementiert dies doch die mangelnde gesellschaftliche Mobilität!

    Grüße, Alex

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