Neukölln 045Ich mag Kleider. Ich kleide mich gerne schick. Das haben die anderen auch schon gemerkt. Und damit dann auch kritisch nachgefragt, wieviel Geld ich in meine Kleidung stecke. Erst dachte ich, dass es nicht wirklich viel ist. Aber dann habe ich mal eine kleine Übersicht aufgestellt und doch gemerkt, dass ich ganz schön viel Geld in Kleidung stecke. Und zwar nicht in geplante Kleidung, weil ich irgendwas brauche. Sondern weil ich ein Kleidungsstück, ein Paar Schuhe oder einen Schal einfach schön finde. Von Bedarf kann nicht die Rede sein, ich habe wirklich reichlich. Mein großer Kleiderschrank ist voll. Im Gegenteil, ich bin immer froh, wenn ein bisschen Wäsche in der Waschküche ist, dann habe ich im Schrank wenigstens ein bisschen Luft.

Was ich in Zukunft anders machen will? 

  1. Kleiderschrank ausmisten 

In meinem Schrank sind sicherlich 50% Sachen, die ich schon lange nicht mehr in der Hand hatte, geschweige denn angezogen habe. Ich werde also meinen Schrank ausmisten. Was nicht mehr gut ist, wird verschenkt. Was noch für andere gut sein kann, werde ich zu meinem Second Hand Laden im Ort bringen. Die verkaufen auf Kommission. Wenn es da nicht weggeht, kann ich es auch noch über diverse Internetportale wie Ebay versuchen. Aber die Variante im Laden ist mir lieber, weil ich dann nicht alles auch noch verpacken und verschicken muss. Zeit und Aufwand machen bei mir auch ein gewisses Geldäquivalent aus.

2. Einkaufen nur noch nach Plan

Gekauft wird in 2016 nur noch nach Plan. Ich kenne das noch aus meinem Elternhaus. Da wusste ich, bevor ich mit meiner Mutter in die Stadt gezogen bin, dass ich eine neue Hose und eine neue Jacke brauche. Nach diesen beiden Teilen wurde dann Ausschau gehalten und wenn ich Glück hatte, fand sich ein schönes Exemplar, was dann gekauft wurde. Selbst wenn ich ein Kleid am Nachbarstand schön gefunden hätte, es wäre meiner Mutter nicht in den Sinn gekommen, auch noch ein Kleid zu kaufen. Den Bedarf hatten wir vorher schließlich nicht ermittelt.

3. Keine Lust- und Spontaneinkäufe

Dieser Punkt ergibt sich eigentlich aus dem vorherigen. Er ist der Umkehrschluss. Aber weil ich soviele Spontaneinkäufe mache, muss ich ihn hier noch mal extra notieren. Gerade vor einigen Tagen war ich nach einer anstrengenden Sitzung noch kurz in der Stadt. Ich war auf dem Weg zum Bahnhof und hatte diesen Drang mich für diesen Tag zu belohnen. Es wurde ein Schal. Ja, er ist schön. Aber ich habe eine ganze Schublade voll Schals. Die 30€ hätte ich mir grad sparen können.

Was mich übrigens unglaublich beruhigt, ist die Tatsache, dass ich mit dem Problem nicht alleine da stehe. Fast alle Frauen mit denen ich in letzter Zeit über dieses Thema gesprochen haben, berichten von ähnlichem Frust. Ganz spannend fand ich das Projekt von Heike Winnemuth. Sie hat ein Jahr lang nur ein blaues Kleid getragen. Es gab es dreimal und sie hat es kombiniert. Aber eben nur dieses blaue Kleid. Fand ich eine gute Idee, um dem üblichen Kleiderfrust mal was entgegen zu setzen.

Ich freu mich über weitere Ideen, wie ihr mit Kleiderlust und -frust umgeht. Gleich hier in den Kommentaren.

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Ex-Studentin

Das mit dem blauen Kleid ist wirklich eine tolle Idee. (Schicke Farbe & Schnitt.) Verrückt, was Leute alles machen. Eine meiner Blogparaden-Teilnehmerinnen hat das interessante Projekt, sich ein Jahr lang keinerlei Kleidung zu kaufen. http://madamemoneypenny.de/finanzielle-ziele-2016/

monaskleineweltblog

Tolle Einstellung! 🙂
LG Mona

[…] Kleider sparen […]

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