Ich war die letzten Tage mit einer Freundin in Paris. Viele Freunde haben vorher gesagt, Paris – da habt ihr sicherlich vorher ordentlich gespart. Aber für uns war Paris gar nicht so teuer. Wir hatten billige Flüge um die 60,- € bekommen und unser Apartment hat uns für 4 Nächte 24 € gekostet. Bei den Flügen kennen wir den Preisdumping Wahnsinn ja bereits – aber beim Apartment werdet ihr vielleicht stutzen. Es war übrigens ein schönes 2 Zimmer-Apartment mit Blick über die Dächer von Paris und relativ zentral gelegen. Der Trick heißt für uns Guest to Guest. Dies ist eine Plattform, auf der man seine eigene Wohnung zum Tausch anbietet und im Gegenzug Wohnungen tauschen kann. Das geht eins zu eins – wenn es zeitlich für beide Parteien passt. Es geht aber auch mit Punkten. Unsere Fahrt nach Paris war mit Punkten arrangiert, mit unseren Gastgebern haben wir nur gemailt und telefoniert, den Schlüssel haben wir bei einer Freundin abgeholt.

Unser Apartment ganz nah am Gare du Nord.

So mache ich es übrigens auch, wenn ich unsere Wohnung vermiete. Mit meiner Tochter habe ich verabredet, dass ihr Zimmer tabu ist. So als 15jährige mag sie die Vorstellung nicht, dass andere Menschen ohne sie in ihrem Zimmer sind. Das kann ich auch verstehen. So schließen wir ihr Zimmer immer ab. Ich habe einige Kleinigkeiten (2 Aktenordner und eine Kiste), die ich dann auch in ihr Zimmer räume. Wann immer wir unterwegs sind, also besonders in den Ferien, markiere ich unsere Wohnung als verfügbar und sehr oft wird sie dann von anderen Menschen genutzt. Bisher haben immer alle die Wohnung sehr ordentlich hinterlassen. Ich glaube, dass die Notwendigkeit, auch eine eigene Wohnung zur Verfügung zu stellen, gegenseitig eine große Vorsicht und Rücksichtnahme mit sich bringt. Wir waren natürlich in Paris vorsichtig mit der Wohnung, wir haben natürlich am Ende gründlich geputzt. Einfach, weil ich selber mich auch freue, wenn meine Wohnung ordentlich hinterlassen wird.

Woher kamen die 24,- € Kosten, die ich oben erwähnt habe? Bei Guest to Guest zahlt man keine Mitgliedsgebühr. Das finde ich super, weil ich es nicht immer nutze und keine laufenden Abogebühren für was auch immer haben möchte. Stattdessen wird eine Kaution fällig, wenn man eine Wohnung bucht. Von dieser Kaution gehen 3,5% an die Plattform. Das finde ich einen fairen Deal. Die Kaution wird übrigens nur kurz vorher abgebucht, bei uns in Paris überhaupt nicht, aber meine Kreditkartendetails hatte ich angegeben. Bei der Buchung werden nur die 3,5% direkt abgerechnet. Man kann dann noch einiges an Absicherungen dazubuchen, das mache ich immer nicht, ich kann mit einem gewissen Risiko leben.

Und wir war Paris? Wunderbar! Eine tolle Stadt, wenn sie auch gerade durch die Terroranschläge ein bisschen aufgeregt dahergekommen ist. Wir hatten ein super Buch dabei, Spaziergänge durch Paris, und haben mit diesem Ecken entdeckt, die wunderschön und oft sehr leer waren. Da war Paris dann gar nicht mehr aufgeregt, sondern eine liebenswerte Stadt mit netten, manchmal kuriosen Bewohnern. Und was teuer war? Viel Geld haben wir für wunderbaren leckeren Käse ausgegeben und die Bäckerei gleich neben unserem Apartment hat auch ein kleines Vermögen an uns verdient. Aber in Frankreich lernt man, dass es sich nicht lohnt, an gutem Essen zu sparen!

Inhalte werden geladen
Newsletter

JETZT DIE NEUSTEN ARTIKEL LESEN:

0 0 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Allgemein
klunkerchen

Ich erbe, also arbeite ich!

Diese Woche hat die ZEIT sich mit dem Thema Erben beschäftigt. Mit der Frage, wie gerecht erben ist. Natürlich ist erben nicht gerecht, so wie es in meinen Augen nie eine stabile Gerechtigkeit geben kann. Höchstens das Streben nach Ausgleich und das Streben nach der

Mehr Lesen »
Allgemein
Gisela Enders - Coach

Die liebe Konsequenz

Sie verfolgt mich schon mein ganzes Leben. Die liebe Konsequenz bei der Nachhaltigkeit – hier bei der nachhaltigen Geldanlage. Zum einen die, die ich gerne selber leben möchte. Zum anderen die, die mir von meinen Mitmenschen vermeintlich abverlangt wird. Zu beiden möchte ich meinen Umgang

Mehr Lesen »
Allgemein
Monika Mann

Frugalismus – ein neues Buch von Maximilian Alexander Koch

Eine Buchbesprechung von Monika Es hat eine Weile gedauert, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Denn das Buch “Frugalismus” von Maximilian Koch ist wirklich sehr umfangreich. Auf knapp 400 Seiten beschreibt er sehr viele Aspekte des Frugalismus. Es um Sparen, sehr viele unterschiedliche

Mehr Lesen »
Geldmuster
Gisela Enders - Coach

Slow business – wie geht das für mich?

Heute schreibe ich mal wieder etwas persönlicher: Corona hat mich verstärkt in die Online-Welt gespült. Und ich habe viele tolle Dinge entdeckt. Viel gelernt, viel ausprobiert. Beides ist immer noch voll im Gange. Und ich entdecke Widerstände beim lernen und noch mehr beim umsetzen! Widerstand

Mehr Lesen »
Allgemein
Gisela Enders - Coach

Die Angst vor dem Verlust

Obwohl man mit Investments große Gewinne einfahren kann, ist die Angst vor Verlusten bei vielen Menschen viel größer. Wenn Du zu diesen Menschen gehörst, dann ist dieser Artikel genau richtig für Dich. Einen weiteren Artikel werde ich auch noch mal für Menschen schreiben, die dazu

Mehr Lesen »
0
Würde deine Gedanken lieben, bitte kommentieren.x
()
x