IMG_4015Linda von Moneymind hat in den letzten Tagen zu einer Blogparade zum Thema Visionboard aufgerufen. Ich habe diese Idee an alle anderen von diesem Blog weitergemailt, weil ich die Idee toll fand. Das Feedback war eher ein überfordertes. Dagoberta war es zu materialistisch und Disco wiederum kam sich vor wie ein Kind, was jetzt mal bunt aus dem Quellekatalog Wünsche ausschneiden kann.  Menno war gedanklich in diversen Möbelhäusern unterwegs. Irgendwie ging das Visionboard bei den Dreien voll ins Materielle, interessant, dass es ausgerechnet bei Dagoberta Widerstände geweckt hat. Aber auch logisch, sie meinte, wenn ich mir was kaufen will, dann tue ich das. Aber meistens will ich nichts. Menno wollte sich auch keine materiellen Wünsche erlauben, weil ihr Hauptfokus ein bisschen Geld für´s Alter ist. Blöd, sich da jetzt nochmal materielle Wünsche vor´s Auge zu führen, die dann die Altersvorsorge wieder dahinschmelzen lassen.

Wir kamen dann darauf, dass man das Thema Wünsche und Visionen vielleicht ein bisschen ausweiten muss. Weg von den materiellen Wünschen, weiter aufgestellt zu dem, was uns das Leben noch bescheren soll. Zu schauen auf die Wünsche, die tief in uns schlummern, die materiell sein können – aber eben auch immateriell, die sich an Dich selbst, an Deine Liebsten oder an das Universum richten. Aber die uns oft gar nicht bewusst sind oder die wir gleich wegdrücken, weil es doch eh unrealistisch ist, dass dies oder jenes eintrifft. Ich glaube, viele Wünsche werden nicht wahr, weil wir uns selbst gar nicht eingestehen, dass wir sie haben.

Schreibe einfach alles auf, was Du Dir wünschst und vertraue darauf, dass das Richtige für Dich passieren wird. Wenn Du visuell unterwegs bist, dann ist Linda´s Visionboard genau richtig für Dich. Suche Dir Symbole für Deine Wünsche und mache sie Dir und besonders Deinen Augen zugänglich.

Auf einen solchen Wunschzettel gehören beispielsweise:

  • Dinge, die Du haben willst (z.B. einen Hund oder einen neuen Computer),
  • Dinge, die Du lernen oder besser können willst (z.B. singen oder französisch sprechen),
  • Dinge, die Du tun willst (z.B. weniger arbeiten oder eine lange Reise machen)
  • Dinge, auf die Du stolz sein willst (ein Projekt zu Ende bringen, ein Buch schreiben etc.)
  • Alles, das Du sein willst (z.B. ruhiger oder lebendiger),
  • Gefühle, die Du öfter fühlen willst (z.B. Lebensfreude oder Sicherheit) oder
  • Dinge, an die Du gerne mehr glauben willst (z.B. “Ich kann mich auf den Morgen freuen”)

Oft fallen uns am Anfang gar nicht so viele Ideen ein. So haben auch unsere drei jetzt die Hausaufgabe, ihre Wunschliste über mehrere Tage zu erstellen. Wir haben unsere Wünsche oft so weit nach hinten gedrängt, dass sie sich gar nicht in unser Bewusstsein trauen, wenn wir uns zum ersten Mal hinsetzen und eine Liste machen oder ein Bild malen. Deshalb ist diese Übung mindestens drei Tage lang. Schreibe an drei Tagen jeweils auf, was an diesem Tag auf Deine Wunschliste gehört. Was Du vielleicht am Tag  vorher vergessen hast oder was sich durch ein bisschen nachdenken verändert hat. Natürlich kannst Du die Übung auch länger machen.

Ein kindlich naiver Ansatz ist hilfreich.  Schreibe alles auf, ohne zu zensieren, ohne Wenn und Aber, ohne realistisch zu sein und ohne wie ein typischer Erwachsener zu denken.  Am nächsten Tag kannst Du dann nochmal schauen, ob Du Dir das wirklich wünschen willst oder ob es ein Wunsch ist – der wie heute so oft bei Kindern – eher durch äußere Einflüsse und Werbung entwickelt wurde. Die Leitfrage heißt also eher: Wünsche ich mir das wirklich? Und nicht: Halte ich das für realistisch?

Das schönste an diesem Wunschzettel ist: Es handelt sich gerade nicht um eine Zieleplanung und es geht jetzt nicht darum, eine Umsetzungsplanung zu entwickeln. Nein, es handelt sich um einen Wunschzettel – Wünsche, die Du an das Universum, an Gott oder in etwa vier Wochen einen erwachsenen Weihnachtsmann abschicken kannst – und wie ein Kind vertrauen darfst, dass das richtig für Dich persönlich passieren wird. Also einfach weglegen und abwarten – und gespannt sein, was im nächsten Jahr und in Deinem Leben so an Wünschen in Erfüllung gehen wird.

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Anja

Danke für die schöne Anregung! Da fällt mir ganz viel ein, was ich aufschreiben muss.

[…] Klunkerchen.Wordpress.com […]

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