Seit etwa einem Jahr gibt es in Deutschland einen neuen Broker. Ein sogenanntes Fintech bietet Aktien unschlagbar günstig an. Ich rede von Trade Republic. Hier werden ETF-Sparpläne kostenlos ausgeführt und der normale Aktienkauf kostet einen Euro.

Da muss es doch einen Haken geben, werden die meisten sich jetzt fragen. Und ja, Trade Republic hat auch ein paar Nachteile – aber ich finde, man kann mit ihnen gut umgehen, wenn man sie kennt. Aber lasst uns zuerst mal schauen, wie Trade Republic funktioniert:

Anders als normal, nämlich nicht wie gewohnt am Rechner, sondern nur über ein Device. Bei mir sind dies wahlweise Tablet oder Handy. Man meldet sich mit der Handynummer an und ist – nach der weiteren Eingabe eines Kennwortes – sofort im eigenen Depot. Das hat den Vorteil, dass man von unterwegs mal eben schnell eine Aktie kaufen oder verkaufen kann. Ich schaue allerdings viel zu oft in mein Depot – aber ob meine fehlende Selbstbeherrschung jetzt ein Nachteil ist, dass will ich nicht dem Broker anlasten. Und Du bist da bestimmt viel besser!

Bereits der Anmeldeprozess funktioniert übers Handy und ist denkbar einfach und schnell. Dann hat man auf dem Display eine recht leicht zu bedienende Oberfläche.

Schwierigkeiten hatte ich, als ich meinen Steuerbescheid für 2019 unter meinen Einstellung gesucht habe. Da war keiner. Im Chat wurde mir aber schnell geholfen. Die Steuerbescheide befinden sich im Posteingang. Mit Hilfe des Datums hatte ich dann auch dieses Dokument schnell gefunden. Und war damit mit meinem ersten Hotline-Kontakt sehr zufrieden.

Was sind jetzt aber die Nachteile?

Zum einen arbeitet Trade Republic nur mit einer Börse zusammen: Auf Trade Republic  kannst du zwischen 7.30 und 23 Uhr über den außerbörslichen Handelsplatz Lang & Schwarz handeln. Der hat nicht alle Aktien im Angebot – für einige Aktien habe ich deshalb immer noch mein Depot bei einer anderen Bank. Dasselbe gilt für Anleihen, die bietet Trade Republic gar nicht an. Auch bei den ETFs gibt es nur bestimmte, die von 2 Anbietern stammen. Neben iShares – der Tochterfirma von BlackRock – ist dies WisdomTree.  

Neben dem Euro pro Trade verdient Trade Republic Geld am sogenannten Spread – konkret bekommen sie dieses Geld von dem durchführenden Bankhaus über sogenannte Kick-backs. Der Spread ist die Spanne zwischen aktuellem Preis und Kaufpreis. Dieser ist bei Trade Republic oft sehr unterschiedlich und ich habe mir angewöhnt, bei jedem Kauf genau hinzuschauen. Was ist die Aktie gerade wert und wie viel soll ich zahlen, wenn ich jetzt kaufe? Manchmal ist die Spanne erstaunlich niedrig und manchmal springe ich nur aus dem Grund ab, dass mir der Spread zu hoch ist. Obwohl Trade Republic sehr lange Handelszeiten hat, lohnt es sich innerhalb der normalen Öffnungszeiten – in dem Fall von der Referenzbörse Xetra zu handeln. In dieser Zeit sind die Preis an diesen Markt gebunden. Die Handelsspanne außerhalb der Xetra Öffnungszeiten kann bei Trade Republic etwas größer ausfallen. Aus diesem Grund solltest Du darauf achten idealerweise innerhalb der Xetra Handelszeiten zu kaufen / verkaufen. Meide den Handel insbesondere vor dem Start der Börse und spät am Abend. Man kann auf diese Kick-Backs einen durchaus kritischeren Blick haben, falls Dich das interessiert, lies den hier verlinkten Beitrag. 

Jenseits dieser Besonderheiten und spezifischen Risiken bin ich ein Fan von Trade Republic, genauso übrigens wie andere Blogger, hier zum Beispiel Northern Finance.

Es ist ein Broker, der sich von Einsteigern leicht bedienen lässt, ziemlich günstig ist und beim Aktienhandel ziemlichen Spaß bereiten kann. Und gerade bei den ETFs finde ich es tatsächlich manchmal ganz angenehm, wenn die Auswahl etwas reduzierter ist. Aber das ist natürlich Geschmacksache. 

Bei den Links zu Trade Republic handelt es sich um Affiliate-Links, wir verdienen eine Provision, wenn Du über diese Links ein Depot bei Trade Republic eröffnest. Vielen Dank!

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