IMG_2273Viele Frauen geraten in die Bürgschaftsfalle. Das geht so einfach und kann richtig böse Folgen haben. Deshalb möchte ich hier die Cruz mit der Bürgschaft einfach mal kurz vorstellen. Bei unseren drei Gelddamen ist das Thema bisher nicht vorgekommen. Aber ich habe es immer mal wieder bei meinen Geldcoachings auf dem Tisch.

Was ist eine Bürgschaft?

Eine Bürgschaft ist eine Absicherung, die in der Regel eine Bank, ein Vermieter oder ein anderer Gläubiger von einem Dritten einholt, um eine Forderung langfristig abzusichern. So kommt es vor, dass eine Bank für einen Kredit und die dazugehörigen Kreditschulden eine zusätzliche Bürgschaft will. Auch kommt dies vor, wenn ein Mieter nicht genug eigenes Einkommen hat, dann will oft die Vermieterin beispielsweise eine Bürgschaft von den Eltern oder anderen Personen haben.

Mit dieser Bürgschaft unterschreibt der Bürger, dass er für die Schuldnerin bürgt. Das heißt aber nicht nur, dass man damit unterschreibt, dass die andere ein super zuverlässige Frau ist, sondern dass man eben in die Schuld auch eintritt, wenn sich die eigentliche Schuldnerin wieder Erwarten als doch nicht so zahlungskräftig erweist.

Eine Unterschrift – großes Risiko

Die Unterschrift tut am Anfang nicht weg. Du tust einer guten Freundin einen Gefallen, sie will sich selbständig machen und hat eine super Idee. Aber für den Kredit will die Bank noch eine Bürgschaft. „Du musst bloss unterschreiben, alles andere mach natürlich ich“. Am Anfang stimmt das auch so. Geht die Person allerdings pleite, musst Du für den Kredit einstehen. Also weiterhin die Raten bezahlen. Und dann tut Deine Unterschrift doch ziemlich weh.

Was also tun?

Am besten jede Bürgschaft vermeiden. Viele Banken wollen Bürgschaften für alles Mögliche. Wenn diese dann nicht vorgelegt werden können, gibt es möglicherweise andere Sicherheiten der Kreditnehmerin oder es geht auch ohne. Ich habe bereits bei Kreditgesprächen von Banken das Argument gehört, dass sie einen Bürgen ja bloss brauchen, um zu wissen, dass auch aus dem Freundeskreis jemand an die Existenzgründerin und ihre Idee glaubt. Das halte ich für eine Nebelkerze. So ein Unterstützungsschreiben würde ich ja gerne unterschreiben, aber doch nicht verbunden mit einer rechtlich bindenden Bürgschaft. Die Crux ist ja, das weder die Bank noch die Gründerin noch ich in die Zukunft schauen kann. Eine Gründungsidee kann aus vielfältigen Gründen scheitern. Nur will ich dann nicht diejenige sein, die das Gründungsrisiko als Bürge auffangen muss. Das lässt sich analog für alle anderen Kredite so durchspielen.

Sonderfall: Mietbürge bei den eigenen heranwachsenden Kindern

Einen Sonderfall würde ich einräumen: Die Bürgschaft für die eigenen Kinder, wenn diese in die erste Wohnung ziehen. Da hier sowieso oft von den Eltern noch Geld zugeschossen wird, finde ich es hier fast egal, ob die Eltern auch die Bürgschaft übernehmen. Zumal sie wahrscheinlich in den ersten Jahren der beruflichen Ausbildung und Selbständigkeit eh eine Privatinsolvenz des Sprösslings abwenden würden.

Wer kann überhaupt bürgen?

Natürlich kann nur bürgen, wer selbst über ausreichende Sicherheiten verfügt. Dies wird in der Regel an einem regelmäßigen Einkommen festgemacht. Wer also selbst selbständig ist und über ein unstetes und geringes Einkommen verfügt, ist fein raus. Er kommt als Bürge meist gar nicht in Frage.

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Annabella

Da ist aber schnell geschwätzt Monika 🙂 nie nimmer nicht, es würde eher die Hölle zufrieren als dass ich mich auf sowas einlassen würde, nichtmal für die beste Freundin, käme mir ehrlich nie in den Sinn, würde das auch niemals von Anderen verlangen.
Bei einem eigenen Kind nur dann wenn ich ernsthafte Bemühungen sehen würde dass er oder sie selber etwas tut, sprich ARBEITET um den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, auch Studenten können noch nebenher was arbeiten, formt auch den Charakter, Geld in den Allerwertesten pusten wär bei mir nicht und wenn ich nochsoviel Geld hätte.

Marie

Hi Annabella,
als ich studiert habe und in eine eigene Wohnung gezogen bin, mußten meine Eltern auch für mich bürgen. Obwohl ich den Bafoeg Höchstsatz hatte und auch viel schon gearbeitet hatte. Also insofern hat das nichts mit dem Charakter des Kindes zu tun, sondern einfach mit der Tatsache des “Neu-Seins” in der echten Welt…

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