Beim Essen sparen?

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Ein Spartipp von Monika

Grundsätzlich finde ich unsere Sparsamkeit beim Lebensmitteleinkauf problematisch. Mit uns meine ich in diesem Fall ganz Deutschland. Wir lieben Discounter, wir lieben Schnäppchen. In der Konsequenz bekommen wir eher schlechte Ware, die guten Sachen gehen in Länder wie Frankreich oder die Schweiz, die eben auch ganz anders bereit sind, für frische Dinge zu bezahlen. Von daher wird dies kein Plädoyer für Discounter und super billige Lebensmittel. Im Gegenteil. Ich bin ein Freund von gutem Essen und das darf auch was kosten. Dennoch bin ich auch hier gern sparsam unterwegs.

 

Wenig Fleisch

Wir essen wenig Fleisch. Nicht weil wir es nicht mögen würden, sondern aus drei Gründen. Ethischen, gesundheitlichen und geldlichen. Ethisch halte ich es nicht für vertretbar, billiges Fleisch zu kaufen. Wenn man sich anschaut, wie Tiere dafür gehalten werden, dann möchte ich das nicht verantworten. Ganz zu schweigen von Antibiotika und co. , welches natürlich dann auch in unseren Körpern landet. Damit kommen wir zum zweiten Aspekt, der Gesundheit. Vor uns gab es keine Generation, die jeden Tag Fleisch essen konnte. Und es scheint einige Zivilisationskrankheiten zu geben, die auf übermässigen Fleischkonsum zurückzuführen sind. Also auch hier ein Minuspunkt für zuviel Fleisch. Beim dritten Aspekt, dem Geld würde Fleisch aus artgerechter Tierhaltung richtig ins Geld gehen. Zumindest wenn ich es jeden Tag kaufe. Wenn man etwa zweimal die Woche Fleisch isst, dann geht es wieder. Also habe ich mich für diese Form des Fleischgenusses entschieden.

 

Das Problem der Haltbarkeit und was das mit Planung und Kreativität zu tun hat

Wir versuchen, so wenig wie möglich Lebensmittel wegzuschmeißen. Nein, wir essen keine verdorbenen Lebensmittel. Aber wir planen.

Lebensmittel mit langer Haltbarkeit wie Dosen etc. werden gleich beim Einkauf mit einem dicken Stift beschriftet. Es kommt das Mindesthaltbarkeitsdatum fett und gut sichtbar oben drauf. Bei Reis, Mehl und anderen Lebensmitteln mit einem schnellen Umschlag bin ich da großzügiger. Diese brauchen wir eh weit vor dem Ablauf auf. Ganz zu schweigen, dass ich bei Reis und anderen Lebensmitteln dieser Art keine Hemmungen hätte, das Mindesthaltbarkeitsdatum weit zu überschreiten. Was soll denn da schlecht werden? Besonders kurios fand ich das Mindesthaltbarkeitsdatum 2019 auf 5.000 Jahre altem Salz aus dem Himalaya. Das war knapp!

Auch bei Frischeprodukten wie Quark, Joghurt etc. mache ich, wenn das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, den Geruchs- und Geschmackstest. Wenn es keine Signale gibt, dass es nicht schmeckt, wird es noch gegessen. Da bin ich großzügig.

Allerdings kommt es auch nicht so oft vor. Schon beim Einkauf überlegen wir, wie oft wir eingeladen oder nicht in der Stadt sind und welche Mengen wir realistisch brauchen. Bevor ich koche, schaue ich genau, was noch im Kühlschrank ist und was hier vielleicht verbraucht werden muss. Dann wird mit diesen Lebensmitteln gekocht. Das werden dann manchmal etwas kreative Rezepte, aber meistens wird es trotzdem lecker. Zubereitete Lebensmittel lassen sich dann oft auch noch gut einfrieren und damit sind sie erst mal noch eine ganze Weile haltbar.

Grundsätzlich ist es wahrscheinlich eine Frage der Haltung. Ich fühle mich nicht gut, wenn ich Lebensmittel wegschmeißen muss. Irgendwie, wie eine Versagerin. Ich habe was gekauft und schmeiße es wieder weg. Das kann nicht gut sein. Und weil ich mich so schlecht fühle, versuche ich es zu vermeiden. Mit allen Mitteln, die meine Gesundheit zu lassen.

 

Viel selber machen

Ich kenne mich da fast gar nicht aus, aber ich bin manchmal erstaunt, wie viel Geld man für Bachmischungen, Eierkuchenteige und sonst was ausgeben kann. Bleiben wir beim Eierkuchen oder auch Pfannkuchen. Mehl, Eier, Zucker, Wasser oder Milch. Mischen, ab in die Pfanne. Da muss ich doch nicht mehrere Euro für eine Fertigpackung ausgeben. Dasselbe gilt für viele andere Fertiggerichte auch. Es lässt sich leicht selber zubereiten und diese Form hat auch noch den Vorteil, dass ich wirklich weiß, was drin ist. Natürlich wird es dabei manchmal zu viel. Und wenn ich alleine esse, dann lohnt es sich manchmal nicht, den Herd anzuschmeißen. Für diesen Fall haben wir immer ein paar Portionen von gutem Essen eingefroren. Das taue ich dann auf. Oder ich mach halt was Neues, esse eine Portion und friere den Rest ein. Oder lade meine Nachbarn dazu.

 

Für unterwegs

Mein Mann lacht immer ein bisschen, wenn ich Stullen schmiere. Im Zug will er dann aber immer seinen Teil abhaben. Ich glaube, wir sind da nicht alleine mit dem geänderten Essverhalten im Zug oder auf sonstigen Reisen. Kaum ist man unterwegs, braucht man was zu Essen. Bahnhöfe, Flughäfen und Raststätten sind darauf eingestellt und verkaufen uns Sandwiches und vieles mehr. Zu recht hohen Preisen. Da kostet dann gerne ein kleiner Zwischenimbiss für zwei Personen 15 €. Hier bin ich ein Fan von Stullen, vorbereiteten Rohkostsnacks und einer guten Flasche Wasser. Meist brauche ich damit auch noch die Reste auf, die bei unserer Rückkehr wahrscheinlich nicht mehr gut wären. Was es braucht, ist schlicht nur die Planung, dass man Hunger bekommen wird und zwanzig Minuten, um die Leckereien vorzubereiten. Wenn es überhaupt so lange dauert.   Dasselbe gilt übrigens auch für´s Büro, was kann man da sparen, wenn man sein Essen dabei hat.

 

 

5 Kommentare

  1. Hi Sabine,
    hast du schon mal überlegt, ob du Brot selbst backen kannst/willst? Bei uns ist Brot sehr teuer, ein kleiner Laib kostet meist schon 3€. Wenn man die Zutaten selbst holt oder sogar eine Backmischung für 80Cent kauft, ist man da schnell billiger dran. Ich backe immer 2 Brote, schneide sie jeweils in der Hälfte durch und friere sie dann ein, dann habe ich fast zwei Wochen Brot (für mich alleine) und selbst mit Strom für Backofen und Spülmaschine ist es günstiger als kaufen. Zumal das selbstgebackene Brot nicht so schnell schimmelt.

    • Hi Marie,
      auch eine Idee. Ich war allerdings bei den wenigen Versuchen, die ich mit Brot backen gemacht habe, nicht besonders erfolgreich. Bei mir gehen die nicht richtig. Ich weiß nicht, was ich falsch mache, aber es kamen immer nur sehr intensive Brote raus. Pappig und klein. Wer es kann, für den ist es sicher eine gute Idee, hiermit Geld zu sparen. Und gesundes Brot zu haben. Tschüs Sabine

      • Ja das ging mir am Anfang auch so, das lag einfach daran, dass bei den Backmischungen zu kurze Gehzeiten drauf standen. Man muss das Brot einfach länger gehen lassen. Oder ein Bierbrot backen, das gar keine Gehzeit braucht, da gibts leckere 5min Rezepte bei Chefkoch 😉 guten Hunger

  2. hallo Sabine,
    ich meide Auswärts Essen gehen und meide die Kantine, ich nehme lieber mein Essen mit und spare so ganz prima. Ich konsumiere auch keinerlei Süssgetränke unterwegs, auf der Arbeit gibt es gratis Kaffee und auch Mineralwasser.
    Mich hat es schon gereizt Joghurt selber zu machen, aber selbst BioJoghurt kostet nicht viel und ich weiss nicht ob ich die Zeit dafür aufwenden sollte. Fleisch esse ich eher selten, wenn dann aber gute Qualität, ebenso achte ich auf Bio-Qualität bei den Eiern, nicht wegen mir sondern wegen den Tieren.

    • Hallo Annabella, als ich Deinen Kommentar gelesen habe, dachte ich, jenseits der Sparsamkeit ist das auch noch viel gesünder. Das mit dem Joghurt ist eine gute Idee, das muss ich mir auch mal anschauen. Hätte den Vorteil, weniger schleppen zu müssen. Meine Mutter hat das einen Zeit lang gemacht, ich hab den Arbeitsaufwand als minimal wahrgenommen. Liebe Grüße Sabine

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